Modernes und wirtschaftliches Wundmanagement
Diese Seite stellt die jeweils aktuelle AOK-Nordost-Liste wirtschaftlicher Verbandsmittel (Produkte) bereit und ermöglicht es, anhand der Wundmanagement-Ampel die notwendigen und wirtschaftlichsten Wundauflagen herauszusuchen und gemäß der S3-Leitlinie für chronische Wunden Empfehlungen zu geben.
- Ulcus cruris venosum
- venöse Insuffizienz
- Kompression zentral
- Diabetisches Fußsyndrom
- Neuropathie und Druckbelastung
- Druckentlastung entscheidend
- Dekubitus
- Druck- und Scherkräfte
- Lagerung und Entlastung essenziell
- Arterielles Ulkus
- Durchblutungsstörung
- Revaskularisation prüfen
- Vorsicht mit Kompression (nur bei ABI > 0,5)
- regelmäßige Beurteilung
- Wundgröße
- Exsudatmenge
- Geruch
- Schmerzen
- Beläge
- Wundrand
- Umgebungshaut
- mögliche Infektionszeichen
- zunehmende Schmerzen
- Rötung
- Überwärmung
- eitriges Sekret
- unangenehmer Geruch
- Fieber
- Vorgehen bei Infektionszeichen
- ärztliche Reevaluation
- Débridement prüfen
- ggf. mikrobiologische Diagnostik
- ggf. systemische Antibiotikatherapie
Die wichtigsten Prinzipien der Wundbehandlung
- Diagnostik
- Gefäßdiagnostik (FKDS)
- ABI-Index (Ankle-Brachial-Index oder auch Knöchel-Arm-Index)
- Fingerdrucktest
- Blutzucker-Analyse
- Therapie
- Blutdruckeinstellung
- Blutzuckereinstellung
- Kompressionstherapie bei Ulcus cruris oder Druckentlastung (bei Dekubiti)
- mechanische Wundreinigung
- Ziel: Entfernung von Nekrosen und infizierten Arealen
nach Möglichkeit chirurgisches Débridement - durchführen (z. B. mit “scharfem Löffel”, Schere, Pinzette und/oder Skalpell)
- enzymatisches Débridement nicht empfohlen (höherer Zeitbedarf)
- mit Kochsalzlösung getränkte Kompressen
- Ziel: Entfernung von Nekrosen und infizierten Arealen
- Wundspülung
- Ziel: Verdünnungseffekt, Herausspülen von nekrotischen / fibrinösen Anteilen mit Kochsalz- oder Ringerlösung
- CAVE: kein Leitungswasser (gem. den Vorgaben des Robert Koch-Instituts)
- mit Isotoner Kochsalzlösung oder Ringer-Lösung
Bei Ulcus cruris venosum oder einem ABI > 0,5 ist die Kompressionsbehandlung entscheidend
- Entstauungsphase: phlebologischer Kompressionsverband (oder Mehrkomponentensysteme)
- Erhaltungsphase auch bis 14 Tage nach Wundverschluss: Kompressionsstrümpfe (oder Medizinisch adaptive Kompressionssysteme)
- Ziele moderner Wundauflagen
- feuchtes Wundmilieu
- Exsudatkontrolle
- Schutz der Umgebungshaut
- atraumatischer Verbandwechsel
- Grundprinzipien
- tiefe Wunden benötigen sicheren Wundgrundkontakt
- Alginat- oder Hydrofaser-Tamponaden bei Höhlen/Taschen, darüber Sekundärverband
- Hydrogele nur zur Rehydrierung trockener fibrinöser Beläge
- wirkstofffreie moderne Wundauflagen bevorzugen